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Geöffnet von 10 bis 17 Uhr

Die neue Sonderausstellung des Laténiums führt Sie in Zeiten ohne Schrift zurück, bevölkert von rätselhaften Bildern und Fabelwesen, und veranschaulicht die Fülle des künstlerischen Ausdrucks auf dem europäischen Kontinent im letzten Jahrtausend vor der Geschichte.

Mit ihren mit geschwungenen Verzierungen, bewegten Formen und explodierenden Perspektiven geschmückten Objekten blühte die keltische Kunst der Latène-Zeit bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. auf. Ihre Motive und Figuren belebten die Geschichten, Mythen und Legenden dieser von Theatralik geprägten schriftlosen Gesellschaften. Sie offenbaren ein Universum von Metamorphosen, die den Naturgesetzen trotzen, und in dem die Grenzen zwischen Tier, Pflanze und Mensch verschwimmen, während Himmel und Erde mit der Unterwelt zu kommunizieren scheinen.

Schmuck, Waffen, Figuren, Ritualinstrumente, Statuen, Münzen und Keramik : die außergewöhnliche Vielfalt der keltischen Kunstmedien zeigt, dass das Imaginäre, Übernatürliche und Wunderbare alle Tätigkeitsbereiche dieser Völker durchdrang. “Celtes – Un millénaire d’images” zeigt, dass die keltische Kunst eine Verzauberung des täglichen Lebens zum Ausdruck bringt.

Diese Ausstellung wurde im Rahmen des Netzwerks “Iron Age Europe” konzipiert, einer vom Laténium initiierten internationalen Partnerschaft, die Institutionen zusammenführt, die sich der wissenschaftlichen Forschung und der öffentlichen Förderung der Eisenzeitarchäologie widmen. Diese Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Archäologischen Staatssammlung München und mit Unterstützung des Europäischen Keltenforschungszentrums Bibracte entstand, profitierte von der außergewöhnlichen Leihgabe der sehr reichen Sammlungen des Freistaats Bayern, ergänzt durch Leihgaben vieler anderer Museen der Schweiz, Italien und der Slowakei.

29. März 2020 – 10. Januar 2021

Führungen und Workshops für Gruppen, nur mit Reservierung